Gambia-Reise 2026

Deutsche Reisegruppe mit gambischen Lehrkräften auf einem Ausflug

 

Vom 27.05. – 06.06.2026 besuchte eine neunköpfige Reisegruppe Gambia in Westafrika, das kleinste und eines der ärmsten Länder Afrikas.Neben der ersten wie zweiten Vorsitzenden des Vereines „Gambia Learn & Grow“, Irene Niethammer bzw. Annette Krieck, waren andere Mitglieder des Vereines dabei sowie Lehrkräfte der Martinsschule, welche die Growings Seeds School in Tallinding nach Kräften finanziell und materiell durch private Spenden unterstützen; auch Paten, die eine Bildungspatenschaft übernommen haben, waren mitgekommen (Im Verlauf der Reise fand auch eine Begegnung mit den jeweiligen Patenkindern statt, was sehr berührte).

Ziel der Reise war es, nach der Schule zu sehen, die wächst und gedeiht und mittlerweile 280 Kinder in Krippe, Kindergarten und Grundschule aufgenommen hat. Da ist es nicht verwunderlich, dass ein Kauf eines Grundstücks in der Nachbarschaft und ein Anbau geplant sind. Viele Eltern wollen, dass ihre Kinder auch nach der Grundschule in der Growings Seeds School unterrichtet werden, davdiese Schule einen sehr guten Ruf, motivierte Lehrkräfte und kleine Klassen hat (zum Vergleich: in staatlichen Schulen sind bis zu 60 Kinder in einer Klasse!).

Natürlich gab es auch touristische Ausflüge, bei denen die Lehrkräfte vor Ort sehr gerne mitkamen: Sei es zum Reptilienpark „Katchilly Crocodile“ (Streicheln inbegriffen), mit der Fähre nach Barra und von dort zur Sklaveninsel Kunta Kinteh (bekannt durch den Film „Roots“); es gab eine Schiffsfahrt auf dem Gambia River mit der Feier des ersten Geburtstages der Tochter des Schulleiterehepaars (die nach ihrer Patin, Irene Niethammer, Fatima Irene genannt wurde); ein Nachmittag wurde am Strand gebadet und gefeiert, die Affen im Monkey Park gefüttert und Souvenirs auf dem Serekunda Market eingekauft. Am Sonntag nahm die Gruppe an einem katholischen Gottesdienst mit wunderbarem Kirchenchor und Trommlern teil. Ernst wurde es bei der Führung durch das Memory Hous in Kanifing, das die Gräueltaten des ehemaligen Diktators Y. Jammeh beleuchtet, der 22 Jahre lang an der Macht war. Aufbauend war dagegen die Besichtigung mehrerer Gärten, die entweder besonders ökologisch oder von einer Frauenbewegung geführt werden.

Und natürlich nahm die Reisegruppe teil am Unterricht in der Growings Seeds School. Der Kontakt zu den fröhlichen Kindern, das Erleben von Musik und Tanz, die Freude über unsere Geschenke und Bastelangebote waren ansteckend. An einem Nachmittag fanden Workshops für die Lehrkräfte und die Gäste statt, z. B. waren Tischtennis spielen, Yoga, Stricken, ein Vortrag über IT , Müll oder Gruppenführung angesagt. Längst hatten sich alle Teilnehmenden gut gemischt und Freundschaften geschlossen. Ein Höhepunkt des Aufenthaltes war die Feier des sog. „Cultural Day“ mit Tänzen und Musik der verschiedenen Stämme, z. B. der Fulas, Wolof, Mandinkas oder Jolas. Klar, dass auch die deutsche Reisegruppe zwei Lieder mit Gitarrenbegleitung vortrug.   Der Mitmachtanz „Der gute Laune Song“ brachte große Stimmung mit, die Freunde in Gambia tanzten sogleich mit.

Eine besondere Erfahrung der deutschen Reisegruppe war, dass in den Apartments (wie auch in der Schule, im Supermarkt…) sehr oft und sehr lange der Strom ausfiel, manchmal auch das Wasser. Die Gäste verspürten viel Demut und Dankbarkeit über ihren Lebensstil zu Hause. Die Idee, die Schule mit einer Solaranlage zu versorgen, kam dann rasch auf.

Da etliche Projekte geplant sind (Solaranlage, Grundstückskauf, Ausbau der Bildungspatenschaften) freut sich der Verein „Gambia Learn & Grow“ über jede Spende.  Und ein weiterer Meilenstein wurde erreicht: Vor Ort ließen sich die Vorsitzenden Niethammer und Krieck mit dem Schulleiterehepaar Leigh unter anwaltlicher Beratung zu einer „NGO“  (gemeinnützige, politisch unabhängige Organisation) in Gambia registrieren.